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Selbst bauen oder kaufen? Die Make-or-Buy-Frage in einer AI-Welt

AI hat das Bauen einfacher gemacht. Aber möglich ist nicht dasselbe wie sinnvoll. Warum wir bei AssetOS die Make-or-Buy-Frage ständig neu stellen.

Matthias Falk

Von Matthias Falk · 3. April 2026

Selbst das Haus bauen oder schlüsselfertig kaufen?

Klingt nach einer simplen Entscheidung. Ist sie aber nicht. Beim Haus- genauso wie beim Software-Kauf.

AI hat den ersten Schritt des Bauens einfacher gemacht. Was früher Monate dauerte, geht heute in Stunden.

Aber: möglich ist nicht dasselbe wie sinnvoll.

Denn AI hat nur eine Barriere gesenkt, die des Bauens. Nicht die des Wartens. Nicht die des Integrierens. Nicht die Frage: Wer pflegt das in 6 Monaten?

Wie wir die Frage stellen

Wir bei AssetOS stellen uns dieselbe Make-or-Buy-Frage ständig. Und wir entscheiden sie nicht immer gleich.

Zwei Beispiele aus den letzten Monaten:

Wir haben gebaut: eigene AI Agents zur Fehleranalyse in unserer AWS-Umgebung.

Warum? Wir hatten bereits Agent-Infrastruktur für Code Reviews, der Schritt war klein. Datadog mit Watchdog als vollständige Observability-Plattform wäre Overkill gewesen. Der Aufwand war überschaubar. Der Nutzen direkt.

Wir haben gekauft: HubSpot, für Sales und Marketing.

Warum? Weil ich als CTO sonst 60% meiner Zeit verbrenne, um schlechter zu sein als ein Produkt, das von tausenden Teams täglich verbessert wird. Der Opportunity Cost wäre brutal gewesen.

Das Prinzip dahinter

Baue dort, wo dein Wettbewerbsvorteil liegt. Kaufe alles andere.

Für ein Tech-Startup ist das manchmal der eigene Dev-Stack.

Für ein Real-Estate-Investment-Team?

Der Wettbewerbsvorteil liegt im Deal-Urteil. In den Beziehungen. In der Geschwindigkeit der Entscheidung. Nicht in der Fähigkeit, Software zu bauen und zu betreiben.


Baue dort, wo du den Unterschied machst. Kaufe alles andere.

Mich würde interessieren: Wo zieht ihr in euren Teams diese Grenze, und hat sich das mit AI verschoben?