Zurücklassen oder zurückgelassen werden?
Das entscheidet sich nicht an «AI» – sondern an Struktur und Prozessen mit wirksamem AI-Einsatz.
Am Big Handshake 2026 haben wir im Panel «Deal Flow Reloaded» gemeinsam mit Sven Zimmermann von der PURE Group nicht über Buzzwords gesprochen, sondern über einen konkreten Praxis-Case: Was passiert, wenn der Deal Flow in einer Wachstumsphase weiter über Excel, Mail-Ketten und Ordner läuft?
Warum ausgerechnet in der heissesten Phase?
Die PURE Group befand sich genau in einer solchen Phase: Kotierung, grössere Kapitalrunden, starkes Wachstum – operativ stark gefordert. Und trotzdem, oder gerade deshalb, hat sie das Thema angepackt.
Denn Wachstum verstärkt alles: Volumen, Geschwindigkeit, Komplexität – und damit auch die Kosten von Medienbrüchen. Wenn die Grundlagen nicht sitzen, frisst Skalierung Kapazität, statt Wert zu schaffen.
Das Ziel war nicht «neue Software», sondern Prozesse rechtzeitig zu professionalisieren, damit Ressourcen wieder in die wirklich operativen und strategischen Themen fliessen.
"Gerade im Hinblick auf weiteres Wachstum war es für uns entscheidend, Prozesse und Datenstrukturen frühzeitig zu professionalisieren, um die Organisation nachhaltig effizient aufzustellen." Sven Zimmermann, PURE Group
Und ohne diesen Schritt? Dann bleibt man mit einer Struktur unterwegs, die für die nächste Phase nicht reicht: mehr operativer Aufwand, gebundene Kapazität, eingeschränkte Skalierbarkeit. Entscheidungen werden langsamer und unsauberer – genau dann, wenn man schneller und klarer sein müsste.
Schlüsselfertig oder schlank starten?
Ein weiterer zentraler Punkt des Panels: PURE wollte keine Mammut-Implementierung, sondern schnell starten und entlang echter Anforderungen iterativ verbessern. Möglich war das, weil die Lösung bereits weit entwickelt, aber flexibel genug war, um sie pragmatisch weiterzuentwickeln – mit kurzen Feedback-Loops und echtem Prozessverständnis.
Auch der Implementierungsaufwand war deutlich weniger dramatisch als oft befürchtet – wenn man es richtig angeht und operativ unterstützt wird: Bestehende Excel-Listen werden beispielsweise direkt eingelesen und strukturiert, statt monatelang manuell migriert.
"Die Zusammenarbeit mit dem Team von AssetOS war sehr positiv. Besonders geschätzt haben wir die schnelle Weiterentwicklung der Software sowie die unkomplizierte Umsetzung von Feedback und neuen Anforderungen." Sven Zimmermann, PURE Group
Unser Takeaway
AI ist kein Add-on. Der eigentliche Hebel ist eine saubere Prozess- und Datenstruktur, die AI überhaupt erst produktiv macht. Wer seinen Deal Flow von Anfang bis Ende strukturiert und KI-gestützt bearbeiten kann, arbeitet schneller, trifft bessere Entscheidungen und erkennt Risiken früher – bei höherer Geschwindigkeit und besserer Qualität.
Das ist kein Case aus der Zukunft – sondern praxiserprobt.
Wo verliert Ihr Team im Transaktionsprozess heute am meisten Zeit – bei Intake und Screening, Datenpflege, Abstimmungen oder beim IC-ready machen?